Letzter Aufruf!

Hallo allerseits, gemeinsam mit dem „Piazza“ in Vellmar und dem „Fresche Keller“ in Oberhessen vergibt die Kulturscheune Herborn jährlich den Hessischen Kabarettpreis. Der Wettbewerb findet wechselweise auf einer der drei Bühnen statt – am 24. April 2020 ist es in der KuSch in Herborn wieder so weit, die Preisverleihung steigt dort einen Tag später ebenfalls

Vergeben werden ein Publikums- und ein Jurypreis im Wert von jeweils 3000 Euro. Der Förderpreis wurde vorab dem jungen Österreicher Christoph Fritz zuerkannt, den Ehrenpreis erhält Frank-Markus Barwasser (alias Erwin Pelzig). Beide werden bei der Preisverleihung am 25. April 2020 auch anwesend sein.

Wir hoffen auf eure Bewerbungen für den Wettbewerb am 24. April 2020. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019. Alle Infos findet ihr HIER.

Hessischer Kabarettpreis in Vellmar verliehen

Führte mit Charme und Witz durch die Preisverleihung – Moderator und Kabarettist Bernd Gieseking

Am 17. und 18. Mai 2019 war das nordhessische Vellmar die hessische Hauptstadt des Kabaretts. Am Freitag und Samstag wurde dem Publikum feinstes Kabarett mit einem dezenten Hauch von Comedy geboten.
Nach der Eröffnung durch Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig brachte Moderator und Kabarettist Bernd Gieseking das Publikum in Stimmung. Charmant, witzig und teilweise scharfzüngig begleitete er Publikum wie Künstler durch den Abend.

Wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet – Miss Allie aus dem niedersächsischen Lüneburg

Den Auftakt machte am Wettbewerbsabend die kleine Singer und Songwriterin mit Herz – Miss Allie aus dem niedersächsischen Lüneburg. Von der ersten Minute an zog sie das Publikum in ihren Bann und begeisterte mit ihrer offenen und fröhlichen Art. Miss Allie arbeitete in ihrem 30-minütigen Programm so ziemlich alles ab, was ihr bisher widerfahren ist. Sei es die Erfahrung mit einem ihrer Ex-Freunde, die neu auf dem Markt erschienen Bio-Tampons oder das Regel-Tagebuch Dieter. Kaum ein Auge blieb bei Miss Allie trocken.

Überzeugte mit seinem Auftritt auch die Fachleute – Stefan Waghubinger erhielt den Jurypreis

So war es dann auch bei Stefan Waghubinger, der mit nichts außer einem alten Pappkarton die Vellmarer Bühne betrat. Eigentlich musste der sympathische Österreicher nichts sagen, er wusste ja eh schon, was passiert. Mit seinem trockenen, alpenländischen Humor erzählte Waghubinger aus seinem Leben, welches für ihn alles andere als schön war – das fing schon früh an. Erst scheiterte er als Kind mit dem „Cool-Sein“, was ein schweres Kindheitstrauma bei ihm auslöste. Das steigerte sich dann noch darin, dass er eine Strickjacke von den Eltern geschenkt bekam, in der er aussah wie Captain Kirk. Es fühlte sich eben cool an, aber nur solange er keinen Spiegel fand. Stefan Waghubinger brachte dem Saal zum Lachen, gleichzeitig aber auch ein wenig zum Nachdenken, weil man ihn immer noch als den kleinen Jungen sah, der „Cool“ sein wollte – in Vellmar war er es.

Das Duo „BlöZinger“ als autofahrendes Geschwisterpaar

Das Duo BlöZinger aus der Alpenrepublik Österreich war extra für den Hessischen Kabarettpreis ins Nordhessische Bergland gekommen – eine Gegend, die den beiden Kabarettisten nicht fremd sein sollte – und so war es auch. Der Funke sprang vom Betreten der Bühne umgehend auf das Publikum über. Die adretten Österreicher, die sich im Jahr 2001 bei den CliniClowns in ihrer Heimatregion Linz kennengelernt haben, nahmen die Zuschauer mit auf eine Autofahrt, die sie zur Trauerfeier ihres Vaters führen sollte. Dabei spielten die beiden ein Brüderpaar, welches von ihrer am Tourette-Syndrom erkrankten Tante Drude begleitet wurde. Faszinierend an BlöZinger ist die perfekte Mischung aus Wort und schauspielerischer Leistung, die teils skurrile Züge annahm – ausschließlich positiv.

Bemühte sich um Integration – Liza Kos

Trocken und humorvoll – aber zu keiner Zeit langweilig. Liza Kos rundete den ersten Abend des Hessischen Kabarettpreises ab. Gewohnt launisch, aber sehr unterhaltsam mimte die gebürtige Russin eine kopftuchtragende Türkin auf der Suche nach Selbstbehauptung und Integration. Kos, die ihr Publikum auf eine ganz besondere Art und Weise zu unterhalten versteht, war sich der Sympathie des Publikums schnell sicher.

Jeder der Künstler hat sich auf seine Art und Weise beim diesjährigen Hessischen Kabarettpreis in die Herzen der Zuschauer gespielt – ABER – es kann nur einer bzw. zwei gewinnen. Miss Allie hat mit ihrer eloquenten, charmanten und ehrlichen Art das Publikum überzeugt und bekam den Publikumspreis überreicht – die Jury von sich überzeugen konnte Stefan Waghubinger mit seinem Kindheitstrauma.
Am zweiten Tag des Hessischen Kabarettpreises bekamen Miss Allie und Stefan Waghubinger Ihre Preise überreicht – natürlich typisch hessisch. Miss Allie konnte sich über Handkäs mit oder ohne Musik freuen, Stefan Waghubinger bekam die Frankfurter Bethmännchen.

Martin Frank erhielt den Förderpreis

Bereits im Vorfeld des diesjährigen Kabarettpreises hatte die Jury dem jungen Bayern Martin Frank den Förderpreis zugesprochen. Der in der Drei-Flüsse Stadt Passau geborene Frank ist zurzeit mit seinem Soloalbum „Es kommt, wie es kommt“ in Bayern und dem Rest von Deutschland unterwegs. Dabei überzeugt er nicht nur mit Witz und Charme, auch seine gewaltige Gesangsstimme kann sich durchaus in manch einem Opernhaus hören lassen. Beeindruckt von Stimm- und Kabaretttalent dachte sich so mancher Zuschauer, ob sich der Bachelor bei der Konkurrenz überhaupt noch auf die Straße trauen kann.

Der Ehrenpreis ging an das Kabarett-Urgestein Urban Priol

Das Highlight des diesjährigen Hessischen Kabarettpreises war die Verleihung des Ehrenpreises an das –durchaus charmant und liebevoll gemeint- Urgestein des deutschen Kabaretts – Urban Priol. Wie Laudatorin Pia Bluhm bereits feststellte, hat Priol einen ganz feinen Sinn für aktuelle und aufrüttelnde Themen und weiß jederzeit genau, was sein Publikum von ihm hören möchte.

Die Preisträger Martin Frank, Urban Priol, Miss Allie und Stefan Waghubinger mit Moderator Bernd Gieseking (v.l.n.r.)

Scharfzüngig und hart, aber immer stilvoll und keinesfalls verletzend oder gar persönlich geht er mit Politikern und prominenten Zeitgenossen ins Gericht – aber, immer auf Augenhöhe. Eigentlich kann man ihm auch gar nicht böse sein, dem Urban Priol. Völlig zu Recht bekam der Kabarettist daher den Ehrenpreis der Jury.

Eine rundum gelungene und kurzweilige zweitägige Verleihung des Hessischen Kabarettpreises hatte das Team um die Organisatoren Pia Bluhm und Vanessa Bischoff auf die Beine gestellt. Wieder einmal wurde bewiesen, dass auch in Nordhessen ein ordentliches Programm auf die Beine gestellt werden kann.

(Fotos: Michael Artelt)

Die WettbewerbsteilnehmerInnen für den 3. Hessischen Kabarettpreis stehen fest!

Die Teilnehmerinnen für den Hessischen Kabarettpreis 2019 sind: die Kabarettistin Liza Kos, das Kabarett-Duo BlöZinger, die Singer-Songwriterin Miss Allie und der Kabarettist Stefan Waghubinger.

Sie treten am 17. Mai gegeneinander an. Anschließend stimmt das Publikum ab – und vergibt damit den «Handkäs’ mit oder ohne Musik». Die Jury entscheidet über die «Bethmännchen».

Vorverkauf hat begonnen

Ab sofort können Karten für den Wettbewerbsabend und die Preisverleihung HIER erworben werden.

Seien Sie dabei, wenn um den Hessischen Kabarettpreis 2019 gerungen wird und stimmen Sie mit ab.

Und wenn Sie an beiden Abenden dabei sein wollen, erhalten Sie die Karten zum ermäßigten Preis!

 

Rentnerfischen, bevor der Messias kommt

Severin Groebner überreicht den Publikumspreis an Matthias Reuter.

Rentnerfischen im Hallenbad – mit diesem Tipp für eine ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung brachte Matthias Reuter es zu „Handkäs’“, in seinem Falle „mit Musik“. Ein Spagat zwischen der Bergpredigt und Kevin aus Kreuzberg brachte Aydın Işık „Bethmännchen“ ein.
In der vergangenen Woche fand der Wettbewerb zum Hessischen Kabarettpreis 2018 in den Kronberger Lichtspielen statt. Vier Nominierte traten gegeneinander an, präsentierten sich am Mittwoch dem Publikum und der Jury. Keine leichte Entscheidung bei jeweils 30 Minuten langen Ausschnitten aus völlig unterschiedlichen Genres.

Ehrenpreisträger Max Uthoff, Förderpreisträgerin Lisa Eckhart und Jurypreisträger Aydın Işık nach der Preisverleihung.

Bekanntgegeben wurden die Gewinner des Jury- und des Publikumspreises am Donnerstag. Der Musikkabarettist Matthias Reuter wurde für sein Programm „Auswärts denken mit Getränken“ mit dem Publikumspreis, eben dem „Handkäs‘ mit oder ohne Musik“ ausgezeichnet. Und Rentnerfischen im Hallenbad lautete der Titel eines seiner satirischen Lieder. „Bevor der Messias kommt“ hat der Schauspieler, Autor und Kabarettist Aydın Işık sein Programm überschrieben, in dem unter anderem besagter Kevin aus Kreuzberg Goethes Erlkönig auf seine Art nacherzählte – und das die Jury mit dem „Bethmännchen“ genannten Preis auszeichnete. Im Anschluss traten die Träger des Förder- und des Ehrenpreises auf: Die „Grie Soß’“ nahm Lisa Eckhart entgegen, und über seinen „verdammt nochmal ersten Ehrenpreis“, die „Ahle Worscht“, freute sich Max Uthoff.

So unterschiedlich die vier Preisträger auch sind, zwei Dinge haben sie alle gemeinsam: Die überaus hessischen Preise bestehen aus einer Skulptur, entstanden im Atelier der Metallbildhauerin Ulrike Obenauer, sowie einem Preisgeld von 3.000 Euro, gefördert aus Mitteln des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank Hessen.

Mit dem großen Finale, moderiert vom Kabarettisten Severin Groebner, ging die zweite Ausgabe des Hessischen Kabarettpreises, ausgerichtet vom Fresche Keller, zu Ende. Da sich drei Bühnen für diesen Preis zusammengetan haben und die erste Ausgabe in der KulturScheune in Herborn über die Bühne gegangen war, blieb nur noch der dritten Bühne im Bunde, dem Piazza in Vellmar, die Termine für den Hessischen Kabarettpreis 2019 bekannt zu geben: Der Wettbewerb wird am Freitag, 17. Mai stattfinden, die Preisverleihung dann am Samstag, 18. Mai 2019.

Es gibt Neuigkeiten!

Die Jury hat getagt, es wurde besprochen und diskutiert, Stimmen kamen zur Auszählung und Kalender mussten konsultiert werden. Das Ergebnis liegt nun vor, und wir freuen uns auf einen abwechslungsreichen Wettbewerbsabend zum Hessischen Kabarettpreis 2018.

Die Nominierten für den Hessischen Kabarettpreis 2018 sind: der Kabarettist und Schauspieler Aydın Işık, Autor und Poetry-Slammer Julian Heun, das Musikkabarett-Duo Lieblingsfarbe Schokolade und Klavierkabarettist Matthias Reuter. Sie treten am Mittwoch, 25. April gegeneinander an. Anschließend stimmt das Publikum ab – und vergibt damit den «Handkäs’ mit oder ohne Musik». Gleichzeitig tagt die Jury – und entscheidet so über die «Bethmännchen».

Sie können also nicht nur unsere vier Finalisten auf dem Weg zum Preisträger begleiten, sondern aktiv teilnehmen – wenn Sie denn in den Kronberger Lichtspielen mit dabei sind.

 

Schritt für Schritt geht es weiter

Viele Bewerbungen, sogar sehr viele. Und nur ein Dutzend kann weiterkommen. Keine leichte Aufgabe, aber wir haben es geschafft:

Die Shortlist ist erstellt – und weitergeleitet. Nun bereitet unsere Jury sich vor auf den großen Tag. Den Tag, an dem die vier Teilnehmer unseres Wettbewerbsabends ermittelt werden.

Es bleibt spannend.

Wir haben eine Longlist!

… und wie long die ist. Durch diese Liste der eingegangenen Bewerbungen arbeiten wir, die drei ausrichtenden Bühnen, uns nun durch.

Und das Ergebnis unserer Bemühungen wird dann eine Shortlist sein. Die geht dann weiter an unsere Jury. Aber dazu später mehr…